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Agnes - Engel im Feuer (1985)

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Beschreibung des Materials:

Agnes - Engel im Feuer (1985)

In der Einsamkeit einer Klosterzelle kommt ein Kind zur Welt. Kurze Zeit später wird es tot aufgefunden. Erwürgt. Der Verdacht fällt auf die noch sehr kindliche Novizin Agnes. Die Anklage lautet auf Mord. Die karrieresüchtige Psychiaterin Dr. Martha Livingston will die Wahrheit ans Licht bringen - um jeden Preis. Dabei gerät sie immer wieder in schwere Auseinandersetzungen mit der Oberin Miriam, die an das Wunder der unbefleckten Empfängnis glaubt. Martha setzt verzweifelt ein letztes Mittel ein, um den Fall aufzuklären: Hypnose! Ein dramatischer Psycho-Thriller, der unter die Haut geht. Brillant inszeniert von Thriller-Spezialist Norman Jewison, hochkarätig besetzt mit Jane Fonda, Anne Bancroft und Meg Tilly.

Genre(s):
Mystery

Originaltitel: Agnes of God
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1985
Regie: Norman Jewison

Darsteller:
Jane Fonda
Anne Bancroft
Meg Tilly
Anne Pitoniak
Winston Rekert
Gratien Gélinas
Guy Hoffmann
Gabriel Arcand
Françoise Faucher
Jacques Tourangeau
Janine Fluet
Deborah Grover

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Kommentare insgesamt: 1
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1 mojozit • 2:04 AM, 2020-09-25 [Eintrag]
... räumliche wie geistige Abgeschiedenheit und vor allem die etwas vakante und doch dogmatische Weltanschauung der Kreationisten dem Zuschauer in einem Spielfilm zu vermitteln, gelingt Norman Jewison und John Pielmeier hier alleine schon dadurch gut, dass der Hauptstrang der Handlung in einem Kloster angesiedelt wird. Misstrauen, Suggestion, Lauschangriff, Manipulation und Gehirnwäsche inklusive. Entfalten möchte man sich selbst als Beobachter in dieser kühlen Atmosphäre nicht. Man blickt eher gebannt auf den Bildschirm, um mit so wenigen Bewegungen wie möglich die Schwester Oberin nicht zu verärgern. Diese wird "gespielt" als Mutter Miriam Ruth von einer herausragenden Anne Bancroft, die ihre Rolle frei von Emotionen fast stoisch auch in der Diktion anlegt; somit jedes Klischee bedient und den Zuseher auch in dem Gedanken zurücklässt, dass diese Figur wohl weniger das ewige Leben, denn mehr die rasche in sich zerfressene Verderbnis in sich trägt und sich von inneren Zwängen nicht befreien kann, auch wenn sie den Blick in ihren Worten dem (dogmatisch im gesprochenen Wort metaphorisch) sakralen Raum zuwendet, der den in Glaube und Hoffnung inspirierenden Willen, all diese Zwänge zu durchbrechen und in einer Ordnung der Empathie aufzurichten, trotz allem immer wieder in der Rückkopplung bei ihr selbst und somit in Utopia landet. Sie weiß das, kann oder darf es aber nicht sagen oder zulassen.

Als Martha Livingston (gespielt von Jane Fonda, welche in diesem Film einmal mehr zeigt, dass sie nicht nur gut aussieht) erstmal an die Tore des Klosters klopft und eine Kippe in der Hand hält (... sie gibt in diesem Film wohl den ein oder anderen Dime für Kippen aus. Tja, sowas kommt vor ...), blickt Miriam Ruth argwöhnisch, bis Martha Livingston die Situation erkennt, die Kippe in den Kies wirft und wegkickt. Und eben genau dieser Augenblick sollte im Verlauf des Films in der Rückblende einen symbolträchtigen Moment erfahren; nämlich als Mutter Miriam Ruth und Martha Livingston im Pavillon Platz nehmen und der Film die Facette des Misstrauens in Vertrauen und Empathie aufbricht. Die unvereinbar aus sakral und profaner Welt divergierenden Personen rauchen zusammen eine Zigarette und damit bricht Mutter Miriam Ruth nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit dem unbefleckten und apodiktischen Glauben, der ihr auferlegt wurde, um dem verdorbenen Dreck von Sucht und Genuss außerhalb der Mauern des Klosters abzusagen. Mit diesem Moment lässt John Pielmeier's Drehbuch in einen Film, der eine Adaption seines eigenen Theaterstückes ist, so etwas wie Sonnenstrahlen durch eine beständig kühle Atmosphähre blinzeln.

Je höher desto platsch. Im weiteren Verlauf wird eben genau dieses Vertrauen wieder aufgesprengt. Narrativ und Strang bleiben in der Spur ruhig, geordnet und unaufgeregt. Lediglich ein paar Hühner bringen mal Unordnung. Der Film kommt ohne Action, Suspense und mit ganz wenigen aber mit Bedacht eingesetzten blutigen Momenten aus, lebt durchaus von Dialogen und Monologen, die zwischen den Zeilen Zwischenräume anbieten, in denen es sich lohnt, auch mal reinzugehen. Als Agnes in den Schlussminuten im Gerichtssaal die Stimme erhebt, gab's mal Facepalm und den Gedanken, dass sich der Film am Ende doch noch in theatralisch, emotionalem Pathos selbst verkerkert. Bewegt sich auf dünnem Eis, schafft's gerade noch, um nicht durchzubrechen.

Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Notwendigkeit. Ein paar Gedanken wie Interpretationen zu einem Film, der mir hier in Flimmi's Universe mal wieder gut gefallen hat. That's all Folks!

... nein, noch nicht ganz, denn einen vermutlich nicht ganz freiwillig eingepflanzten Brüller hat das Teil auch.
So um 32:40, als die sichtlich in sich gekehrte Agnes schwer mit sich zu kämpfen hat, sich dann komplett verliert und den Satz loslässt:
"Gott hat die Hindenburg platzen lassen, er wird auch mich platzen lassen." wine
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