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Terror Force Kommando 1986 German

01:24:03
Beschreibung des Materials:

Ein Leckerbissen für Freunde obskurer C-Action, standen doch hier gleich 3 einschlägig vorbelastete Mimen nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera. Richard Harrison (SONDERKOMMANDO WILD CAT) führte Regie, Alphonse Beni (TOP MISSION) produzierte und Ron Kristoff (BLOODBROTHER II) schrieb das Drehbuch. Möglicherweise kam das Trio ja zusammen, um es mal besser zu machen als die dubiosen Filmverbrecher vornehmlich südostasiatischer Herkunft, für die sie sich zuvor in No Budget-Videothekenkrachern verkauften? Nun ja, dass hier Herzblut mit einfloss, will man nicht ausschließen, doch in Betracht gezogen, dass Harrison in einem Interview statete, ein besserer Regisseur als Schauspieler zu sein, muss man auch sagen, dass einige der vorangegangenen K.Y. Lim-Produktionen (Vergleiche mit Lai und Tang bieten sich zum Glück nicht an, denn TFK ist aus einem Guss, hähä!) wie sagen wir mal DIE MACHT DER NINJA II als Film wesentlich besser funktionieren... und die sind schon - um mal eine hübsche, in einem anderen Kontext gefallene Formulierung Frank Trebbins auszuborgen - "schmeichelnderweise als weniger gut zum umschreiben." Als Schauspieler sind seitens des guten Richards immerhin Anflüge von Mimik zu verzeichnen (der Hut ist allerdings extrem lächerlich) und er setzte sich auch nicht unbedingt als strahlenden Helden in Szene; wenn er als CIA-Agent Beni mitteilt, dass das Schicksal seiner entführten Tochter jetzt zweitrangig sei, zeugt das von wenig Taktgefühl. Beni als tougher Bulle indessen kommt sympathisch daher hatte augenscheinlich Spaß an seiner Rolle, was durch die dt. Kalauersynchro ("Hey, ich bin kitzelig." angesichts bevorstehender Kettensägenbehandlung) unterstrichen wird. Dieser Umstand, die Naivität der Handlung (Agenten beziehen ihre Infos aus der Zeitung?) und die an Spencer & Hill gemahnenden Soundeffekte bei Kloppereien stehen wie bei derartigen Produktionen nicht unüblich im krassen Gegensatz zur dargestellten Gewalt, wobei diesbezüglich ein Gaststar und Harrison-Kumpel Gordon Mitchell (heißt im Film Andrew Milhench, was wohl als Insider-Gag zu werten ist, denn Harrisons Filmtochter bei DER NINJA-JÄGER wurde von einer gewissen Ann Milhench gespielt) geltender Headshot das Highlight darstellt. Kristoff letztlich als Terrorist mit Kreislaufbeschwerden versuchte wohl sich eine ambivalente Rolle auf den Leib zu schreiben und darf sich in einem gegenüber einer Geisel geäußerten diffusen Monolog darüber auslassen, "in Elend hineingeboren zu sein" und als Anwalt der kleinen Leute gerieren, warum er aber ausgerechnet alle, die sich für Friedenspolitik einsetzen, umnieten will, wird nie klar. Gedreht wurde in Benis kamerunischer Heimat, was einen gewissen Exotik-Bonus mit sich bringt (fraglich allerdings, dass die Terris ungestört in Ghettohausen rumlungern können) und in Rom, wobei die Ewige Stadt hier nicht besonders gut wegkommt, da wohl mangels Drehgenehmigung wiedermal nur in Seitengassen o.ä. gedreht wurde. Filmtechnisch wird halt eine Einstellung an die nächste gereiht; nur bei einer Verfolgungsjagd ist die Kamera bis zum Augenkrebs nervös (Director of Photography war im übrigen ein gewisser Lon Knaller LOL). Die Action als Herzstück des ganzen ist leider ziemlich lahmärschig montiert, so dass schon lange bevor der Baddie mittels Deus ex Machina zur Strecke gebracht wird, rasch klar wird, dass man hier nicht sonderlich erbaulichen Schund vor sich hat. Bleibt letztlich zu sagen: für Fans der drei Haudegen und unverbesserliche Trashfahnder (wobei die Schnittmenge dieser beiden Fraktionen gewaltig sein dürfte) vielleicht ganz interessant, doch der gemeine Action-Buff in Erwartung eines zünftigen Geballers sollte eher Abstand nehmen.

Dauer des Materials: 01:24:03
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