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Horrorfilme (2010) Doku

Beschreibung des Materials:

Horrorfilme

Ob in Kinofilmen, Fernsehserien, Video- und Computerspielen, in der Werbung und im DVD-Angebot - das Horrorgenre ist allgegenwärtig und zu einem nicht zu übersehenden gesellschaftlichen Phänomen geworden. Wie konnten Grauen und Horror von einer Randerscheinung zur Massenattraktion avancieren?
Dieser Frage geht Filmemacher Luc Lagier in seiner Dokumentation nach. In Gesprächen mit den besten Kennern des Horrorfilms von Los Angeles über London bis nach Barcelona entsteht das Porträt dieses zeitgenössischen Phänomens. Dabei wird auch verständlich wie zum Beispiel Filmemacher wie Eli Roth ("Hostel"), Alexandre Aja ("The Hills Have Eyes"), Neil Marshall ("The Descent - Abgrund des Grauens"), Jaume Balagueró und Paco Plaza ("REC") zu herausragenden Vertretern des Horrorfilms wurden und was ihre Filme über das zeitgenössische Kino und unsere Gesellschaft erzählen.

Schon in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es vereinzelt Grusel- und Horrorfilme - man denke nur an "Dracula" und "Frankenstein". Und gegenwärtig sind sie aus Kino, Fernsehserien, DVDs und Video- beziehungsweise Computerspielen nicht mehr wegzudenken. Luc Lagier geht in seiner Dokumentation dem Phänomen Horror auf den Grund und befragt namhafte Regisseure des Genres.

Kommentare insgesamt: 4
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1 ferrara77 • 8:42 PM, 2018-10-29
1. die Hintergrundmusik geht klar (alles Musik aus Horrorfilmen), aber was gar nicht klar geht, dass der jeweilige Film noch nicht mal erwähnt
wird, während aber die Intro-Musik läuft und der Fan beim hören an den
Film denkt, aber dabei zahlreiche anderen Filme aufgelistet werden. Also
man hört Musik, aber man sieht einfach kein Bild zu der Musik.
2. Warum hat Aja mit "The Hills Have Eyes" fast ne 1:1 Kopie abgeliefert,
mit wenig neuen Ideen oder einer modernen, halbwegs brauchbaren Story,
wenn er doch behauptet in seinen Jugendjahren anderen Leuten Geschichten
erzählt zu haben?
Sein FIlm zielt nicht auf die innerliche Angst, sondern auf vordergründige Effekte und das macht kein Horror aus. Er
gibt nicht zu, dass je Höher der Blutzoll, desto erfolgreicher ist der
Film (Außnahme bestätigen die Regel) und sein FIlm hat einfach gute
Effekte (KNB sind auch Schüler Tom Savini gewesen) ...
3.Auf der einen Seite will der Horrorfilm selbst unreal sein (also phantastisch)
und auf der anderen Seite soll alles so realitisch(so echt) wie möglich
aussehen und gedreht werden, weil ja der Zuschauer das sonst nicht mehr
echt findet ... Das ist ein Widerspruch. Sprüche wie: "Das sieht ja aus
wie ne Gummipuppe" zu schlechten Oldschool-Effekte (siehe schlechter
Savini Effekt in FReitag der 13. Teil 4)  und bei schlechtem CGI wird
gesagt, dass alles viel zu künstlich bzw. Computer-entstanden ist  und
nicht mehr echt aussieht.
4. Der moderne Horrofilm fing mit "28 Days later" (2003) und sollte hier eigentlich, anstatt "Hills have..."
(2006) angeführt werden, weil dieser FIlm den modernen Horrorfilm
defniert hat. Dazu kommt, dass "The Hills have Eyes" eine schlecht
kopiertes Remake ist mit wenig neuen Ideen und "28 Days later" einfach
NEUE (die richtigen Horror) Maßstäbe setzte.
5. Amateure haben die Doku erstellt.... traurig und ich bin erst bei Minute 8
6. Wie soll eigentlich ein Horrorfilm Angst auslösen, wenn klar ist, dass
alles nur gespielt ist? Da denke ich an den Monolog aus "Talk Radio, 
als der friedliche Moderator erwähnt, dass die Menschen sich
Katastrophen wünschen, an den schwaren Mann glauben und so weiter ...
(siehe hier den Kommentar bei den Film selber)
Und selbst wie Aja das umschreibt, bleibt alles ein Maskentheater. Er macht Filme für
Erwachsene und nicht für Kinder. Der moderne Horrofilm ist deswegen am
Start, um den Erwachsenen zu erklären, dass es den Weihnachtsmann doch
gibt....Und Weihnachtsmann steht hier als Metapher!
7. Ich frage mich auch was Horror, oder Aja´s "Hills-Remake" mit Kunst zu tun haben
soll? Hier wird der Kunstbegriff völlig (weiter-)entartet...Das ist der
Höhepunkt der Kunstentartung;) ...Töten cool in Szene setzen ist keine
Kunst und sollte auch keine sein.
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2 ferrara77 • 8:42 PM, 2018-10-29
8. bei 12:51 min wird immer noch Ajas Film vorgestellt und die Musik kommt aus 28 Days later.... schauen die sich die Doku nicht an bevor sie die Öffentlich stellen?
Dabei ist der Score von "The Hills have eyes" das beste an dem ganzen Film. Ohne dem wäre der FIlm definitiv nur halb so viel wert.
9. Folterpornos (er meinte wahrscheinlich Gewaltporno) sind eigentlich mal ne "Porno-Kategorie" gewesen (ist sie immer noch)... Die Gewaltpornos sind quasi die Folge des Terrorkinos und ein Indiz dafür, dass die Gesellschaft sich immer weiter ins Extreme steigern muss und wenn (defacto) es keine Zensur mehr gibt (Internet ist Zensurfrei), dann werden die dunkelsten Phantasien auf Leinwand gebracht, die aber eigentlich im privaten bleiben sollten. Wie "Serbien Movie", die Hostel Reihe oder andere zahlreiche Vertreter dieses Sub-Genre. Es ist Salonfähig geworden Menschen zu quälen und das auch noch öffentlich. Weil das alles in der Realität verboten ist, werden solche Phantasien als Film gedreht. Der eine mag das als Therapie erklären, der Andere fragt sich wie fertig man im Kopf sein muss, der Welt unbedingt zu erklären, was man für einen widerlichen Fetisch nachgeht...
Gerade die Folterpornos widersprechen dem Horror-genre ganz gewaltig. Sie wollen so realistisch wie möglich sein, natürlich meinen die die Effekte, weil das dem Zuschauer weh tut aber Horror ist und bleibt phantatisch. Solche Phantasien gehören in den Keller, ins Schlafzimmer aber nicht der Öffentlichkeit präsentiert.
Man sagt doch auch zu Porno und Sexsüchtigen, dass sie ihre Neigungen für sich behalten sollen und hier werden Folter und Vergewaltigung im Tarnmantel des Filmes als Kunst verkauft.

Die perversen in der GEsellschaft sind nicht die, die zu Hause perverse oder ekelhafte Sachen machen, sondern die, die ihre Neigungen (als Kunst getarnt) in die Öffentlichkeit tragen müssen, um Anerkennung zu erhalten. Keinen andereren Grund haben solchen Filme.

Der klassische Horror- und Gruselfilm hat schon lange ausgedient ... Hier geht es nur noch um Blutzoll ...e höher, desto besser...
Solche Filme wie der japanische "Ringu" sind echte Ausnahmen am Grusel-(Horror)Himmel und kommen alle 30 Jahre mal hervor.
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3 Flimmerstube • 8:48 AM, 2018-11-02
Die Faszination des Grauens war immer schon da! Ob es um die Grimm`schen Märchenstunden ging, die in den Originalen natürlich weitaus grausamer waren als heute weitergetragen.
Gewaltpornographie ist meiner Meinung nach nur ein Wortkonstrukt, diese Art des "Fetisch" gab es in der Historie immer schon, ist also keine Erfindung der Neuzeit um den Menschen anzustacheln. Das ist Falsch! Die Kunst ist voll davon, Literatur ist voll davon, letztendlich ist die Perversität des Menschen doch auch natürlich?!
Das zeigen dieser Perversitäten ist so alt wie der Mensch selbst. Der Begriff "Gewaltporno" ist eigendlich in sich selbst schon falsch, da es keinen wirklichen Vertreter dieses Pseudo-Genres gibt.
Eine überspitzte Gewaltdarstellung, ja! Menschenverachtende Darstellungen, ja! 
Gewaltpornographie ist ein Begriff den jeder selbst für sich definieren muß. 
Für den einen sind die "Ilsa Filme" Gewaltpornographie... obwohl es dort eher um eine Verunglimpfung des 3. Reiches geht und natürlich auch nackte Haut... kommt immer gut an... naja! Im Grunde ist selbst da, nichts Pornographisch. Man sieht keine Penetration.
Die Hostel Reihe ist schon im Endprodukt krank! Ist aber auch nichts anderes als eine Fortführung eines Genres, bzw. bestimmter Filme die es schon in den 60er 70er Jahren gab. Auch nichts neues!
Es wiederholt sich alles, bei Kommerziell erfolgreichen Filmen nimmt man sich zurück!
Und dann gibt es wieder die Tabu-Brecher. Die einfach draufhalten.
Der angesprochene "Serbian Movie" ist ein gutes Beispiel. 
Persönlich finde ich ihn sehr widerlich! Habe auch schon sehr böse Kritiken hier und dort geschrieben...
weil es wirklich zu weit geht. Doch, das wäre eigendlich DER Film den man als Gewaltpornographie benennen könnte! Die Intension die hinter solch einem Film steckt... erfährt man erst im nachhinein. Macht es das besser? NEIN! 
Ich bin Zwiegespalten. Ich stecke auch so lange schon da drin, das ich bei manchen "schlimmen" Sachen die ich zB. lese... Romane... sagen wir mal "Bighead"... einfach nur drüber lachen kann, obwohl es äußerst extrem ist! Also, wahnsinnig extrem sogar! Da wären wir schon wieder bei der Literatur. Da gab es das immer schon! Der Mensch ist Neugierig! Der möchte so etwas! ^^

Hach,
Mein Senf
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4 ferrara77 • 10:28 PM, 2018-11-03
Die Grimms waren ja nur Verleger und sammelten Geschichten die sie dann eben verlegten. Es waren Geschichten wie die klassischen Märchen. Das waren quasi Erziehungsgeschichten, die "Gut" und "Böse" für die Kinder und Heranwachsenden eindeutig auseinanderhalten sollten. Das ganze natürlich im KOntext des Grundgesetztes...du solst nicht töten bla bla... Die Härte der Geschichten ist natürlich kein Sebstzweck, sondern  aus der Situation heraus. Das ist schonmal der große Unterschied zu heute.
Die Looney Toons sind auch gewalttätig, aber so überzeichnet, dass Kinder das nicht ernst nehmen... Das stimmt sogar.

Gewaltpornographie ist nur ein Wortkunstrukt was auch richtig ist (wie viele anderer Wörter auch). War es aber das erste Wort was ich im Zusammenhang zu den Folterfilmen gelesen habe damals und deswegen Erwähnung findet.
Meine Kritik ist eher das tragen  in die Öffentlichkeit des Fetisches oder der Neigung, Mordgedanken... Es gab sicherlich schon immer Gewalt und auch das im Zusammenhang mit Sex (Vergewaltigung), aber das wurde nicht auf öffentlichen Plätzen ausgeführt, wie zum Beispiel ne Live-Hinrichtung im TV oder so ähnlich. Das töten von Menschen wird zwar gerne öffentlich ausgeführt, aber nicht im Zusammenhang mit sexuellen Gelüsten.

Hast du gewusst, dass nach dem 2. Weltkrieg und dem Holocaust eine Comic herauskam, in dem Menschen in einem KOnzentrationslager sexuell geqäult werden? Das Heft war ein Renner auf dem israelischen Markt. Das weiß ich, weil ich politisch aktiv bin und diesen Artikel (vor Jahren) mal auf Facebook teilte und als Argument verwendete.
Die Ilsa Reihe ist auch nur ein gefilmter Fetisch, ähnlich eben wie die Comic Reihe über das Quälen von Menschen.
Diesen Nazi-Fetisch gibt es sogar heute noch. Zwar nicht in Deutschland aber im Ausland verkleiden sich Dominas als Nationalsozialisten und qäulen Männer. Vielleicht ist das auch so ne heimliche Neigung der Männer...
Im Film "120 Tage von Sodom" wird das Fäkalien essen in Verbindung gebracht mit dem dritten Reich und Faschismus, obwohl es eine Anspielung auf die Fastfood-Generation ist ... Mozart verwendete eine briefliche Sprache die sich "scatologie" nannte an... Damit werden briefliche Fäkalaussprachen von Mozart definiert. Angeblich war es damals normal so zu sprechen und völlig ok....Was dahinter steckt sollte eigentlich jedem klar sein... Der Regisseur von Serbien Movie rechtfertigt seine kontroversen Szenen damit, dass alles eine Metapher an den missständen im Serbienkrieg
sein soll (Hust Hust)...  Ich habe ihn lange Zeit verweigert, aber als ich ihn schaute, musste ich (erstmal) ausmachen bei der berüchtigten Embryo-Szene...Aber noch schockierender fand ich, dass Ende mit seinem Sohn ... Zugegebenerweise ist alles so gefilmt, dass ich am Schluss nur noch mit offenen Mund da stand. Ich hab das Ende einfach nciht erwartet. Der Soundtrack ist überigens richtig gut.
Trotzdem finde ich den Film sehr bedenklich in seiner Daseinsberechtigung ... In meinen Augen gibt es keinen Tabubrecher mehr. Serbien Movie war der moralisch verfilmte Niederpunkt und sollte als Beispiel dafür dienen (und zeigen), wie weit wir schon als Gesellschaft gesunken sind.

Meine Kritik ist das tragen an die Öffentlichkeit ... Salvador Dali war auch so einer, der sein Fäkal-fetisch an die Öffentlichkeit brachte (Das eine Bild) ... Orwell hat darüber ein sehr gutes Essay geschrieben (was ich aber nicht abtippe)...aber er sagte in etwa, dass Dali klar seine Neigung ausleben darf, aber weil er eine Person des Öffentlichen Lebens ist, hat er eine gewisse Verantwortung zu tragen und  solte seine widerlichen Neigungen für sich behalten (so in etwa war die Pointe)...
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