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Die Wiege des Bösen (1974)

Beschreibung des Materials:

Los Angeles. Frank und Lenore Davies sind bereits Eltern eines gesunden Kindes und erwarten neuen Nachwuchs. Schon während der Schwangerschaft mehren sich die Zeichen, daß das Kind sehr groß werden wird. Im Kreissaal gebiert Lenore dann auch ein wirkliches Monster, welches sich sofort über die Ärzteschaft hermacht. Trotz aller Versuche es zu fangen, läuft das Baby weiter Amok.

„Die Wiege des Bösen“ ist eines der ersten wirklich harten und aufwühlenden B-Pictures in einer langen Reihe von Exploitern, die uns Anfang der 70er Jahre aus den USA erreichte. Technisch ohne Schnörkel und überflüssige Szenen wird der Film von Larry Cohen, der für Regie und Drehbuch verantwortlich ist, zielsicher vorangetrieben. Die Geschichte selbst ist ein Crossover aus Kritik gegenüber der Allmacht der Medizin (Das Baby ist durch ein bestimmtes Medikament mutiert) und einer üblichen Monster-goes-on-Rampage-Plotline. Hierzulande ist „Die Wiege des Bösen“ sehr marktschreierisch umworben worden, so daß ihm mehr Aufmerksamkeit zuteil wurde, als er es eigentlich verdient hätte. Die frühe Make-Up-Arbeit Rick Bakers macht sich aber bezahlt, und auch der musikalische Einsatz Bernard Herrmans bleibt lange in Erinnerung. Eine Fortsetzung folgt mit „Die Wiege des Satans“. Mit John Ryan, Sharon Farrell, James Dixon, Michael Ansara u.a.

Originaltitel: It's Alive
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1974
Regie: Larry Cohen

Darsteller:
John P. Ryan
Sharon Farrell
Andrew Duggan
Guy Stockwell
James Dixon
Michael Ansara
Robert Emhardt
William Wellman Jr.
Shamus Locke
Nancy Burnett
Patrick McAllister
Daniel Holzman

Kommentare insgesamt: 1
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1 Flimmerstube • 11:46 PM, 2019-01-15
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Die Wiege des Bösen

Der Film spiegelt die Ängste der Menschheit vor den Nebenwirkungen der modernen Medizin wieder. Eine Pharmaindustrie die Geldgeil, alles daran setzt ihr Produkt durchzusetzen, auf Kosten der Konsumenten. In den 50er und 60er Jahren hießen diese Schreckgestalten noch "Atomkraft" und "Aliens"... beides Ängste vor den noch unbekannten Auswirkungen von Strahlung und die Angst vor dem fremden (Aliens - Russen - Chinesen usw.)...
Der Film an sich kommt sehr ernst daher, obwohl einem aus heutiger Sicht natürlich die Figur des Monster-Babys trashig vorkommen mag, das ist aber der tricktechnischen Umsetzung bzw. der Zeit geschuldet, ging halt nicht besser. Filmhistorisch ein interessanter Film, der ein neues von Menschen geschaffenes "Monster" (Parallelen zu Frankenstein: Wissenschaft erschaft Kreatur!) hervorgebracht hat. Ansonsten Geschmackssache, kein schlechter Film, aber aus heutiger Sicht etwas dröge und nicht grade die Spannungskanone schlechthin, aber das ist Geschmackssache.
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