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Narbengesicht - Scarface (1932)

Beschreibung des Materials:

Narbengesicht - Scarface (1932)

Tony Camonte (Paul Muni), ein kleiner Gangster mit einer langen Narbe im Gesicht, hat sich bei Big Louis Costello als Leibwächter verdingt. Das hindert ihn nicht, sich von dessen Konkurrenten Johnny Lovo kaufen zu lassen und seinen Boß umzubringen, als Lovo das große Geschäft mit illegalem Alkohol an sich reißen will. Camonte terrorisiert in einem mörderischen Bandenkrieg die ganze Stadt, bringt schließlich auch Lovo um und übernimmt dessen Freundin Poppy. Er hat nun alles, was er will: Geld, Frauen und Macht. Bis ihm die Liebe zu seiner Schwester zum Verhängnis wird...

Alternativtitel:
Mann mit der Narbe, Der
Narbengesicht
Scarface, the Shame of the Nation
Shame of a Nation, The

Originaltitel: Scarface
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1932
Regie: Howard Hawks
Richard Rosson

Darsteller:
Paul Muni
Ann Dvorak
Karen Morley
Osgood Perkins
C. Henry Gordon
George Raft
Vince Barnett
Boris Karloff
Purnell Pratt
Tully Marshall
Inez Palange
Edwin Maxwell

Kommentare insgesamt: 7
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1 Flimmerstube • 3:20 PM, 2019-01-30
... Da hat dann also auch De Palma sich inspirieren lassen mit seinem Remake von Scarface! 
Wer weiß wieviele Filme noch "Remakes" sind, ohne das es einem bewußt ist, bestimmt eine Menge!
happy
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2 ferrara77 • 5:33 PM, 2019-01-30
Was im Original mehr Aufmerksamkeit erhält ist die Polizei und ihre Strategien gegen das organisierte Verbrechen ... Tony wirkt hier irgendwie wie ein Tollpatsch aber nicht wie ein Anführer. Im Allgemeinen wirkekn die Kriminellen hier eher wie verkleidete Hollywood-Stars ohne Format.
Auch die Mimiken/Gestigen von Paul Muni, als er seine Schwester mit einem anderen Mann tanzen sieht und er völlig ausflippt, wirkt irgendwie überspielt...wie eine einstudierte Theater-Darstellung. Ähnlich ist auch die Szene im Remake, als Tony (Al Pacino) im Restaurant den besoffenen Bad Guy spielt und denkt er wäre realistisch, weil der Monolog von ihm selber ist. Aber das wirkt auch gekünstelt und einstudiert ... Auch hat man das Gefühl (Der Szenenschnitt), dass sich das Ganze Geschehen in unmittelbarer Nachbarschaft abspielt.
Der Schluss setzt eigentlich die Krone auf ... Ich rede hier nicht vom technischen, sondern vom rein schauspielerischen und die Leistung ist schlecht ... Die Sterbeszenen (Schwester von Tony) oder der Tod von Tony selber wirkt wie als wenn sie tot umgefallen sind und gleich wieder aufstehen...

Der Film ist von 1932 ... kein Wunder das es ein 2. Weltkrieg gegeben hat^^

Al Pacino spielt den Tony-Charakter aber trotzdem wesentlich glaubhafter, aggressiver, roher ... Auch der melodramatische Anteil ist im Remake um einiges besser und der Schluss auch viel besser und glaubhafter... Dem Tony seiner Arroganz und seinem Größenwahn gerechter ...

Was mich am Remake etwas stört ist, dass der Film von zahlreichen Drogendealern, Möchtergern-Gangstern als Fundament für ihre "ich möchte auch so eine Karriere durchmachen " Träume gilt ... Ob das US-Hip Hopper oder der einheimische Gangster um die Ecke ist, jeder beansprucht den Film für sich als Wegbeschreibung des Lebens...
Das schlimmste ist eigentlich, dass diese Affen auch noch auf die Idee kommen einen eigenen Soundtrack zum Film zu schreiben....GOTT SEI DANK wurde das abgelehnt von De Palma ... FÜr was halten die sich eigentlich? ...
... Tony im Original ist kein Alkohol-Dealer, sondern eher ein Lust-Mörder (Wie viele Menschen bringt der eigentlich um?) und Tony im Remake ist (tatsächlich) eine glaubhaft erzählte Geschichte um einen größenwahnsinnigen Kokaindealer unserer Neuzeit ...

Hier ist das Remake dringend nötig gewesen.
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3 Flimmerstube • 6:42 PM, 2019-01-30
@ferrara:
Das theatralische Schauspiel in den (Ur-) alten Filmen liegt daran, das die Darsteller meistens auch ursprünglich vom Theater kamen! Noch drastischer merkt man das bei Deutschen Produktionen dieser Zeit, die schreien sich da einen zusammen als wenn sie auch den letzten Zuschauer in Reihe 100b noch erreichen wollten! laugh
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4 berggeist1963 • 7:05 PM, 2019-01-30
George Raft hieß eigentlich George Ranft und war deutscher Abstammung. Er hatte persönliche Verbindungen zu echten "Unterweltgrößen" wie Bugsy Siegel u. Owney Madden, die auf Freundschaft aus New Yorker Kindertagen beruhten. Später unterhielt er außerdem "Geschäftsbeziehungen" zu Meyer Lansky u. Santo Trafficante. Kein Wunder also, dass Raft gern als "Mobster" besetzt wurde.  smok
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5 ferrara77 • 8:22 PM, 2019-01-30
Flimmerstube@ Wie geil ...da ist auf jeden Fall was dran... smile

Berggeist@ Danke für die Info ... Hab zwar auch schon ne Menge Dokumentationen über die amerikanische Mafia geschaut, hab sogar ein Lexikon hier (über die MAfia) ...aber das sind ja so viele Gestalten, die mal was (eine Zeit lang) zu sagen hatten, dass es schonmal verwirrend sein kann ...
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6 Flimmerstube • 0:18 AM, 2019-01-31
Der Drehbuchautor Ben Hecht war Journalist zur Prohibitionszeit, während der Dreharbeiten warteten 2 von Capones Gangster auf ihn im Hotel und wollten wissen ob der Film von Capone handelt.
Hecht: Nein, er basiert auf Charakteren wie Jim Colosimo und Charles Dion O'Bannion. 
Gangster: Warum heißt er dann "Scarface"? Alle Zuschauer werden denken er handelt von Al Capone!
Hecht: Ja, genau das ist der Grund, wir wollen die Leute in's Kino bekommen!
Gangster: Das ist Betrug!
Hecht: Das nennt man Showbusiness!
Gangster: Ok, akzeptiert!
happy
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7 ferrara77 • 6:23 AM, 2019-01-31
Haha ...herrlich! ... Ich fall gleich vom Stuhl biggrin  ok
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