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Abgerechnet wird zum Schluss (1970)

Beschreibung des Materials:

Abgerechnet wird zum Schluss (1970)

USA 1908: Cable Hogue (Jason Robards) wird von seinen beiden Begleitern in der Wüste sitzen gelassen, ohne realistische Überlebenschance. Nachdem er vier Tage durch die öde Landschaft irrt und letztlich zusammenbricht findet er auf wundersame Weise eine Wasserstelle inmitten der Trockenheit.

Nachdem Cable sein Überleben gesichert hat entdeckt er ganz in der Nähe eine Kutschenstrecke – dieser Umstand bringt den alternden Mann auf eine Idee. Für wenig Geld erwirbt er das öde Land und eröffnet eine Raststätte an der Stelle seines Überlebens, die er mit Fleiß und schwerer Arbeit selbst hoch zieht. Der Prediger Joshua (David Warner) wird für Cable ein guter Freund und Geschäftspartner, die hübsche Hildy (Stelle Stevens) die Frau seines Lebens. Im Hinterkopf behält Cable die mögliche Rache an den Verrätern die ihn sterben lassen wollten, viel mehr geht es ihm aber um den Aufbau einer Existenz. Schnell floriert das Geschäft…

Alternativtitel:
Abgerechnet wird zum Schluß
Ballade von Cable Hogue

Originaltitel: Ballad of Cable Hogue, The
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1970
Regie: Sam Peckinpah

Darsteller:
Jason Robards
Stella Stevens
David Warner
Strother Martin
Slim Pickens
L.Q. Jones
Peter Whitney
R.G. Armstrong
Gene Evans
William Mims
Kathleen Freeman
Susan O'Connell

Kommentare insgesamt: 1
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1 ferrara77 • 4:11 PM, 2019-05-15
ziemlich guter Film mit einer (wieder mal) sehr interessanten Hintergrundgeschichte.
Es gab massive Probleme bei den Dreharbeiten. Sie waren schwierig und Regisseur Peckinpah vergab am Ende der Dreharbeiten Medallien für diejenigen die bis zum Schluss durchhielten. Peckinpahs Tochter flog mit ihrem Freund Gil Dennis ein der die Dreharbeiten mit der Kamera dokumentierten sollte. Diese brachte er später zu BUch mit dem (unglücklich gewählten) Titel "Sam Peckinpah - Master of Violence"...War es doch Peckinpahs Liebesfilm, der später (3 Millionen Dollar Budget) zur Liebesfalle wurde.

Dann fing es auch noch an zu regnen, obwohl es in den Film um Wassermangel geht. Peckinpah und die Crew mussten gezwungenerweise warten und jedesmal wenn sich der Himmel lichtete versuchten sie zu filmen, aber bis die Crew bereit war, regnete es wieder. ^^
Langerweile wurde in der Hotelbar verschwendet und die aus Las Vegas eingeflogenen Damen, die nicht so hygienisch (und gesundheitlich) auf der Höhe waren, verbreiteten auch noch ein Fieber unter der Filmcrew.
Die Spannungen waren so groß, dass Peckinpah anfing Crew-Mitglieder zu feuern die nicht nach seinem Sinne arbeiteten. Am Ende gingen fast 30 Personen die nach und nach ersetzt wurden. So forderte er zum Beispiel von einem Requisiteur, dass er Sanddünen versetzen sollte^^. Um das mit dem Personalaustausch logistisch hinzubekommen wurde ein regelrechter Shuttle-Service von Hollywood nach Nevada eingerichtet.

Wie so oft der Fall sind die (durch den Stress während der Dreharbeiten)Emotionen bei Peckinpahs Protagonisten meist echt und nicht gespielt. Stella Stevens (Hildy) war einer der Personen die Peckinpah nach den Dreharbeiten verdammten, nur um Jahre später mit voller Begeisterung von Peckinpah und den Film zu sprechen.
Laut Biographie, und das habe ich mir bei dem FIlm schon gedacht, gilt es die Darstellung Hildys zu interpretieren, um zu verstehen Warum sie Peckinpah verziehen hat.

Michelangelo Antonioni besuchte Peckinpah am Set. Er drehte in der Nähe den Film "Zabriskie Point" und bat Peckinpah einen (in Sam´s Gebiet) fallenden Weg benutzen zu dürfen. Sam unterhielt sich mit Antonioni, aber dessen alte Abfuhr an Peckinpah - er hatte Sam verweigert, den Schauspieler Richard Harris bei den Dreharbeiten zu "IL DESERTO ROSSO (Die rote Wüste) zu beobachten - war eine bis dahin offene Rechnung für Sam geblieben und beglich sie auf seine weise. Peckinpah gab den Weg nicht frei ... Dumm gelaufen.
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