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Der Mann, der Liberty Valance erschoss (1962)

Beschreibung des Materials:

Der Mann, der Liberty Valance erschoss (1962)

Vom gleichen Kaliber wie Stagecoach, der zu den größten Western aller Zeiten zählt, ist „Der Mann, der Liberty Valance erschoss“ ein moderner Western, der alle anderen in den Schatten stellt. Der Name John Ford steht für das Genre Western und ist Garant für eine erstklassige Besetzung. James Stewart spielt den charmanten, etwas unbeholfenen Großstadtanwalt, der das idyllische Städtchen Shinbone von seinem größten Schurken Liberty Valance befreien soll.Der Titelheld wird von dem größten Star gespielt, der jemals mit einem sechsschüssigen Revolver feuerte: John Wayne. Die beiden Gegenspieler, der aufrichtige Stewart und der raue Rancher Wayne, konkurrieren um die Liebe zur selben Frau. Am Ende rechnet der eine zwar mit dem Schurken ab, der andere jedoch bekommt das Mädchen.

Regie:
John Ford

Darsteller:
John Wayne
James Stewart
Vera Miles
Lee Marvin
Edmond O'Brien

Kommentare insgesamt: 1
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1 berggeist1963 • 6:42 PM, 2019-06-22
Gilt bei Genrefreunden als erster "Spätwestern". Ausgerechnet von John Ford in Szene gesetzt, der ja bis dahin eifrig an der Mythen- u. Legendenbildung des "Wilden Westens" mitgewerkelt hat. Der "Bösewicht" wird von einem der "Sympathieträger" feige aus dem Hinterhalt erschossen, das gab es bis dahin im traditionellen US-Western so noch nicht. So wie auch die filmisch übermittelte Kritik an eben dieser Mythen- u. Legendenbildung bzw. die so geäußerte Kritik daran, dass die Glorifizierung so manches US-Helden auf Halb- und/oder Unwahrheiten basiert.

Gutes Beispiel dafür ist G.A. Custer. Ca. 100 Jahre lang von der Nation als strahlender junger Held verehrt, der nur durch schmähliches im Stich gelassen werden durch Major Reno u. Captain Benteen am Little Big Horn mit seinen Männern unterging. Noch 1967 wurde unter dem Titel "Custer" mit Wayne Maunder als Titelheld eine entsprechende TV-Serie produziert. Erst recht spät wurde Custer dann als das dargestellt, was er wirklich war: Ein rücksichtsloser, egoistischer Ehrgeizling und Menschenschinder. So wie halt in "Son of the Morning Star" ("General Custers letzte Schlacht") aus dem Jahr 1991. Für Interessierte ist dieser Zweiteiler absolut empfehlenswert: https://www.youtube.com/watch?v=KfkMvDCcZXQ

Obwohl..."Fort Apache" (dt. "Bis zum letzten Mann"; 1948) von John Ford dürfte wohl schon der erste Film sein, der Custer kritisch beleuchtet. Allerdings vorsichtshalber "verschlüsselt". So wurde aus Custer mal eben der von Henry Fonda gespielte Lt.Col. Owen Thursday u. aus Cpt. Benteen der Captain Kirby York (John Wayne). Dazu das Ganze nach Arizona verlegt u. statt Sioux, Cheyenne und Arapahoe halt Apachen als "Feind". 

1964 leistete Ford dann noch an den Native Americans so eine Art filmische Abbitte mit "Cheyene Autumn" (dt. Titel "Cheyenne"; mit Richard Widmark u. Karl Malden), indem er hierin das an ihnen begangene Unrecht thematisiert. Zuvor hatte er "die Indianer" ja stets als blutrünstige "Wilde" in seinen Filmen dargestellt.  blahblah
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