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Jeremiah Johnson (1972)

Beschreibung des Materials:

Jeremiah Johnson (1972)

Jeremiah Johnson lebt zurückgezogen in den Rocky Mountains und führt dort ein rauhes Leben als Jäger und Fallensteller. Er unterhält gute Beziehungen zu den Indianern, adoptiert einen Jungen, dessen Eltern in einem blutigen Indianerangriff umkamen, freundet sich mit dem Trapper Del Gue an. Er heiratet eine Indianerin und baut seiner kleinen Familie eine Hütte für den Winter. Die Armee heuert ihn an, um eine Gruppe von Reitern durch ein Tal zu geleiten, das den Crow-Indianern heilig ist. Bei seiner Rückkehr findet Jeremiah seine Frau und den adoptierten Jungen tot auf. Der Hass gegen die Crow wird für ihn nun zum Lebensinhalt...

Originaltitel: Jeremiah Johnson
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1972
Regie: Sydney Pollack

Darsteller:
Robert Redford
Will Geer
Allyn Ann McLerie
Josh Albee
Stefan Gierasch
Delle Bolton
Joaquín Martínez
Richard Angarola
Paul Benedict
Charles Tyner
Jack Colvin
Matt Clark

Kommentare insgesamt: 3
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1 Flimmerstube • 8:49 PM, 2019-08-09
Die Serie " Der Mann in den Bergen " habe Ich sehr gerne gesehen!
Lief von 1977 - 1978!

Dieser Film ist wohl die Original-Vorlage für die Serie!
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2 berggeist1963 • 12:20 PM, 2019-08-10
Nö, "Jeremiah Johnson" hat nicht als Vorlage für "Der Mann in den Bergen" gedient. Das war James Capen Adams.

Obwohl John Jeremiah Johnson und James (auch John genannt) Capen "Grizzly" Adams reale Personen waren, weichen die Darstellungen sowohl im Redford-Film als auch in der TV-Serie "Der Mann in den Bergen" von den historischen Realitäten ziemlich weit ab. 

Johnson zog sich nach seiner aktiven Teilnahme am amerik.-mexik. Krieg in die Rocky Mountains im damaligen Montana Territory zurück. Er heiratete dort eine Flathead-Frau, die 1847 von einem jungen Crow-Krieger ermordet wurde. Aus Rache soll er dann mehr als 300 Crow-Krieger getötet, skalpiert u. ihre Lebern gegessen haben, was ihm den Spitznamen "Liver-Eating Johnson" einbrachte. Für die Crow war dieses "Leberessen" eine ganz üble Sache, da sie glaubten, ohne Leber könnten sie im Jenseits nicht weiter existieren.

Diese Darstellung von den über 300 getöteten Crow ist allerdings mit Vorsicht zu betrachten, da hierbei wohl reichlich übertrieben u. ausgeschmückt wurde. Damals wurden gerade im "Wilden Westen"  ja um manche "ungewöhnliche Persönlichkeiten" bereits zu deren Lebzeiten teils haarsträubende Legenden gestrickt. Johnson starb schließlich im Jahr 1900 ca. 76-jährig in einem Veteranenheim in Santa Monica/Kalifornien.

"Grizzly Adams" hingegen tat sich in den 1850-ern hauptsächlich in den kalifornischen Küstengebirgen um, z.B. im heutigen Yosemite Natonalpark. Hier fing er wildlebende Tiere ein u. verkaufte diese an Zirkusse und Zoos. Seinen Spitznamen "Grizzly" erhielt er wegen der Ringkämpfe, die er mit gezähmten Grizzlybären öffentlich vorführte. Nach einem Affenbiss zog er sich eine Meningitis zu, an der er 48-jährig im Jahr 1860 verstarb. Hat also mit dem beliebten Fernsehhelden nicht viel gemein gehabt, der echte "Grizzly" Adams.  prof  blahblah
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3 Flimmerstube • 12:32 PM, 2019-08-10
Berggeist, vielen Dank für die Aufklärung! Wirklich sehr interessant! 
Ringkämpfe mit gezähmten Grizzly-Bären... Leber essen von 300 Menschen und Meningitis vom Affenbiss... 
Wow, Ich komm aus dem staunen nicht mehr raus! 
smile 
Geil, Danke für den Einblick!
up
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