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Mondo Cane (1962)

Beschreibung des Materials:

Anhand einer dokumentarischen Reise rund um die Welt versucht der Film, den Menschen als jenes Lebewesen heraus zu stellen, welches als einziges aus Grausamkeit handelt. Innerhalb einer losen Abfolge von unterschiedlichsten Segmenten steht beispielweise die grausame Behandlung von Tieren im Vordergrund, dabei konzentriert sich der Film vor allem auf den asiatischen Raum. Aber auch religiöser Fanatismus, die Verseuchung der Umwelt und die Dekadenz der Superreichen werden zum Thema gemacht, unterlegt von einem zynischen Kommentar... (Quelle: Ofdb.de)

Originaltitel: Mondo cane
Herstellungsland: Italien
Erscheinungsjahr: 1962
Regie: Gualtiero Jacopetti, Paolo Cavara, Franco Prosperi

Kommentare insgesamt: 2
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1 ferrara77 • 8:27 PM, 2019-11-05
guck ich mir gerade an ... Nebenbei lese ich bei Wikipedia: "Mondo Cane ist ein Pseudo-Dokumentarfilm..." ... Der Begriff Pseudo: Nicht echt, nur nachgeahmt, nachgemacht ... Ein Dokumentarfilm ist ein Film was irgendetwas dokumentiert. Dokumentieren bedeutet "etwas zum Ausdruck bringen"; "bekunden", "zeigen" ...Dieser Film dokumentiert die Welt und ihre Kuriositäten, aus allerlei Sichtweisen und so weiter. Also ein lupenreiner Dokumentarfilm.
Bei Wikipedia (ist ein kontrolliertes Lexikon) wäre die Bezeichnung "Pseudo-Dokumentation" nicht zu finden, nur bei der Filmbesschreibung Mondo Cane selber. Also ist der Begriff einfach irrational und dient hier nur als (eine Art) Verunglimpfung, welche Art auch immer. Genauso wie beim italienischen Western, der ja als Spagetti-western verunglimpft (versucht) wurde ist es bei italienischen DOkumentationen ebenfalls der Fall, Warum sollte man diese Art Film als "Nachahmerei" oder "nicht echt" bezeichnen, außer man kommt mit dem Inhalt nicht klar?
Die Italiener waren schon immer die ehrlicheren Filmemacher, als die Vollpfosten aus den USA, oder aus Deutschland, England, Frankreich (dort muss man FIlm-Regie studieren, um anerkannt zu werden als das)  ... DIe Italiener zeigen eben die wahre Seite von der Welt, ob das dokumentarisch oder filmisch der Fall ist, heucheln sie nicht rum, zeigen das was der allgemeine Mensch auch sehen soll(te). Hier werden die einfachen Menschen in den Mittelpunkt gestellt und bei denen ist eben nicht alles gute heile Welt, spielt die Natur eine Rolle. Die westliche Welt ist schon extrem verkünstelt, nicht nur durch ihren Pseudo-Fortschritt (Natur-Nachahmerei) ...

Dokumentationen über Einsatz von Uran-Munition, Plastikstrände, Klimadokus und so weiter schlagen eine ähnliche Kerbe ein, werden aber als wichtige (nicht) Pseudo-Dokus angesehen...würde man dagegen was sagen, sie als solche Bezeichnen, wäre doch klar in welche Ecke man landet. Alles das was Mondo Cane im allgemeinen eigentlich anreißt (anschneidet), aber es ist ja (gelinde gesagt) zu ehrlich -- Die Westeuropäer kommen mit ihrer eigenen Wahrheit nicht klar, wir wollen sie gar nicht sehen, aber wir erkennen sofort wenn andere Völker (Stämme) nicht mit unseren Regeln im Einklang stehen. Das sind wir ganz groß dabei, vor allem mit erhobenen Zeigefinger. Das ist nämlich der Unterschied zwischen den sogenannten Pseudodokus (wie Mondo Cane) und normalen Dokus... Die normalen Dokus (wie oben genannt) hinterfragen das kleinste Detail und versuchen (westliche) Lösungen zu finden, um das zu ändern (zum positiven) und diese Pseudo-Dokus behandeln mehrere Themen und zeigen einfach nur, sie dokumentieren das Geschehen, mit Kommentar, stellen aber auch (1962) den Ursprung der Wachrüttelung dar.

Wenn der (eine) Europäer andere Stämme zeigt die eine Schildkröte auseinander nehmen, sie dann essen und der westliche Kameramann hält voll drauf ist das eine Szene wo viele mit entsetzen reagieren -- > wie können die nur, Tierquälerei etc., aber wenn dann ein anderer Europäer im Schlachthaus filmt, wie Tiere gehalten werden ist das auch schlimm, wird aber hingenommen, obwohl das mit dem Schlachthaus einfach abgedroschen ist (oder die Kückenauslese),  lege ich hier noch eines drauf an pure Heuchelei -  Was ist mit den ganzen Tierpark´s, Safarieparks, die Tiere gefangen halten um uns zu belustigen, Tiere beherbergen die gar nicht hier her gehören, oder die zahlreichen Tiergeschäfte, die Tiere verkaufen, die ganzen Fehlzüchtungen diverser Hunde (französiche Dogge; Mops), die Zirkus-Veranstaltungen und so weiter und so fort ... Alles um den westlichen Europäer zu belustigen  ... Das ist die wahre Tierquälerei und nicht der Stamm der Tiere richtet um satt zu werden...

"Wir besseren Menschen aus Europa" (Zitat aus dem Beitrag mit den eingefärbten bunten Kücken) ...
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2 Flimmerstube • 3:15 AM, 2019-11-09
Ja, stimme Dir wieder mal 100% zu!

Man sagt teilweise das diese Pseudo-Dokumentationen überspitzt dargestellt sind!
Das sehe Ich nicht so, im Gegenteil! Die Realität ist immer weitaus schlimmer... 

Für mich sind solche Filme wie der erwähnte "Mondo Cane" Zeitzeugnisse! 
Natürlich spielen solche Halbdokumentarischen Spielfilme mit den Ängsten der Menschen und natürlich will  ein Regisseur auch nicht mit Null Lira in der Tasche nach Hause gehen. Trotzdem spiegeln auch diese Italo-Produktionen die Realität wieder, wie sie ist... 

Andere haben sich zu dieser Zeit nicht getraut solche Themen anzupacken... 
Dann wird einem schnell Geldgeilheit oder befriedigung niederster Gelüste angekreidet!

Whatever...
Ich habe immer schon gesagt, es wird niemand gezwungen sich irgendwas anzuschauen!
Take it... or leave it!

Mondo`s sind nicht jedermanns Sache... Das ist klar... Muß es auch nicht sein!
Wie wir aus verschiedenen Kommentaren ja schon gehört haben: Die Welt ist ja schlimm genug...

Allerdings frage Ich mich dann... warum besucht man eine Horror-Seite?
In Fiktion... geht alles... Lass es Halbdokumentarisch sein... bricht die Welt zusammen?

Bullshit!
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