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Talk 2000 (01) - Christoph Schlingensief

Beschreibung des Materials:

Talk 2000 (01)

Deutsche Erstausstrahlung: 14.09.1997 RTL
Experimentelle und provokante Talkshow mit Christoph Schlingensief, mit der er beweisen wollte, dass in jedem ein Talkmaster steckt. Dabei saßen seine Gäste auf ihrem Sofa wie auf dem Teller einer Mikrowelle und drehten sich um ihre eigene Achse. Dann und wann verließ Schlingensief auch mal den Moderatoren-Sessel oder prügelte sich mit dem Studiopublikum oder seinen Talkgästen.

Mit Hildegard Knef!

Kommentare insgesamt: 1
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1 ferrara77 • 9:00 PM, 2019-11-23
Für mich ist das eine Mischung aus Vera am Mittag und Stefan Raab seiner Sendung - nun die Frage nach dem Zusammenhang ...Deutsche Kultur. Ich bin ja froh, dass ich mich nicht als Deutscher seh, sondern nur als deutsch sprechender Einsiedler - absoluter Vorteil so überhaupt zu argumentieren ...  möglicherweise ist Schliengensief und sein Programm Vorreiter, nicht nur für die Sendung von Stefan Raab, sondern auch, dass Deutschland heute so ist wie es ist ... Also von der Gesellschaftlichen Politik her, als öffentliche Selbstinszenierung. Möglicherweise handelt es sich bei den Gestalten, um den vergessenen Kaffesatz des Bürgertums, also der höheren Klassen wie TV-Clowns, der Schmier-Kunstszene oder die angebliche intelligente Kulturszene ...  Heutzutage wäre das ne Show mit Lilo Wanders, Dieter Nuhr oder sonst einem öffentlich auftretenden Kasper aus der dem TV, oder der Politik im TV.
Hier ist von der Qualität her kein großer Unterschied zwischen den Sendungen Britt, Meiser, Vera, Arabella, Elton etc und dieser Show  ... Oder wie eine (in Deutschland) berühmte Band mal direkt und ehrlich ausdrückte (dazu muss man nicht rechts sein!) .... Opium für das Volk halt, Scheiße für die Massen ! ...  Schlingensief ist auch kein Anarcho, Libertäre sind auch keine Anarchisten, nur einer der sich eben Selbstinszeniert.

Ich bin mir sicher, sehr sicher!, dass eine gefilmte (öffentliche) Bier-Runde zwischen Berggeist, Flimmerstube und meiner Wenigkeit mehr Spannung hätte als solch erzwungene Theater nach ideologischem Maß.

Der einzige Lichtblick war Moshammer, eigentlich der Einzige aus dem (sogenannten) Bürgertum (Ich liebe diesen Mann), der sich für die unteren Klassen einsetzte (Der Typ war auch mal in so einer unliebsamen Talkshow, Meiser glaube ich) ...Die Rede von Moshammer im zweiten Teil über die Armen und das Nicht-aufgeben, hat Schliengenmief nicht verstanden, sein Rechtfertigungs-Monolog ist mehr als Erbärmlich ... Ein  absoluter Wichser, glaubt ein höherer Mensch zu sein, weil er der Meinung wäre Künstler dürfen das, oder es gehört zur Kultur, zur guten Sitte ... Er will sich in seiner Arbeit wiederfinden, vergisst dabei, dass genau diejenigen seine Karten (die Zuschauer) bezahlen, die eben als Maschinenschlosser arbeiten und wie dieser Beruf (quasi) industriell besteht ist dem Schlingensief nicht bewusst. Wenn das Bürgertum über Arbeiten gehen spricht wird mir echt schlecht ... Das -tum was kein Gedl verdient, sondern nur erhält ...  Bah!
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