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Killer – Tagebuch eines Serienmörders (1996)

Beschreibung des Materials:

Killer – Tagebuch eines Serienmörders (1996)

Als alter Mann erinnert sich der ehemalige Gefängnisaufseher Henry Lesser an die Zeit vor Jahrzehnten. In Rückblenden werden die Ereignisse Ende der 1920er Jahre gezeigt:

Wegen eines Einbruchs wird Carl Panzram im Bundesgefängnis Leavenworth inhaftiert, wo er von einem der Wärter misshandelt wird. Der neu eingestellte Aufseher Henry Lesser empfindet Sympathie für Panzram. Als er seiner Frau von den Misshandlungen erzählt, meint diese jedoch, dass Panzram bekomme, was er verdient habe.

Lesser wird beauftragt, mit einer Stange zu überprüfen, ob die Gitterstäbe in der Zelle Panzrams nicht angesägt sind. Während der stattfindenden Zellendurchsuchung legt er die Stange aus der Hand und dreht Panzram den Rücken zu. Dieser nimmt die Stange in die Hände und spricht ihn darauf an. Lesser erklärt ihm darauf, er vertraue dem Häftling. Panzram bittet ihn, ihm Bleistifte und Papier zu verschaffen, welche zu besitzen den Häftlingen verboten ist. Dafür erhält Lesser die Erlaubnis, Panzrams Erinnerungen gewinnbringend zu veröffentlichen. Lesser erfüllt diese Bitte und freundet sich mit Panzram an.

Lesser erfährt von den negativen Familienverhältnissen Panzrams und dass dieser bereits als Kind kriminell wurde. Er erfährt, dass Panzram als Serienmörder 21 Menschen getötet habe und mehrmals ausgebrochen sei. Lesser versucht, Panzram und die Justiz davon zu überzeugen, dass er unzurechnungsfähig sei, doch Panzram will das nicht akzeptieren. Er gesteht seine Taten und bittet darum, ihn zum Tode zu verurteilen. Er erklärt, er wolle ...raus aus diesen Sachen, raus aus diesem Körper und raus aus dieser Welt... Nach seiner Verurteilung wird Panzram im Jahr 1930 durch Hängen hingerichtet.

Kritiken
Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 6. September 1996, der Film erzähle wenig über das Leben des realen Carl Panzram. Er erkläre auch nicht, warum Lesser Gefängniswächter wurde und Sympathie für den „bösesten Mann im Gefängnis“ empfunden habe.[1]

Die Zeitschrift Cinema bezeichnete den Film als eine „authentische“ und „verstörende Studie einer Verbrecher-Karriere“. Er beeindrucke „durch seine differenzierte Darstellung eines Massenmörders“, den James Woods „bravourös“ als einen „monströsen, verletzlichen Charakter“ darstelle.[2]

Die Zeitschrift prisma bezeichnete den Film als ein „packendes Schuld-und-Sühne-Drama“ und bescheinigte der Darstellung von James Woods starke Intensität. Es sei erschreckend, dass der „Mann, der rund ein Dutzend Menschen auf dem Gewissen hat“, nicht verrückt sei.[3]

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