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(HD) 1984 (1984)

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Beschreibung des Materials:

(HD) 1984 (1984)
1080p

In Ozeanien des Jahres 1984 regiert der allmächtige "Große Bruder" über seine Untertanen. Wer sich nicht an die Gesetze des Staates hält, wird bestraft. Das Leben jedes Bürgers wird streng überwacht. Dennoch versucht sich Winston Smith ein Stück Freiheit zu bewahren.

Originaltitel: Nineteen Eighty-Four
Herstellungsland: Großbritannien
Erscheinungsjahr: 1984
Regie: Michael Radford

Darsteller:
John Hurt
Richard Burton
Suzanna Hamilton
Cyril Cusack
Gregor Fisher
James Walker
Andrew Wilde
David Trevena
David Cann
Anthony Benson
Peter Frye
Roger Lloyd-Pack

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Kommentare insgesamt: 7
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1 ferrara77 • 7:45 AM, 2019-12-23 [Eintrag]
Von dem Stoff könnte ich ein Buch hier rein schreiben ... Eine Groteske und keine Dystopie ... klare Sache aber das versteht man nur wenn man wirklich Plan von Orwells Schaffenskraft (Literatur) hat, also NICHT nur 2 Texte, oder ein Buch von ihm gelesen hat (so wie die Wikipedia-Schmierer) ... Zugegeben ist die erste Verfilmung (ich glaube 1956) etwas authentischer und wird auch Orwells (subtiles) denken gerecht, worin die neue Verfilmung den Begriff "Dystopie" (absichtlich) prägte, als eine Art Angstmacher, weil kontinuierlich auf das Horrorjahr hin-agitiert wurde (Medien z.B.) - dumm nur, dass sich 1984 nicht viel geändert hatte zur Romanveröffentlichung 1948 oder heutzutage 2019 ... deswegen ist der Roman eine überzogene Darstellung seiner Zeit, also eine Groteske und keine willkürliche Zukunftsumschreibung wäre (als Dystopie verpackt) ... Orwell wehrte sich auch gegen die zahlreichen Fehlinterpretationen seines Romanes und musste desöfteren richtig stellen was sein Buch nun tatsächlich darstellt ... Hier sollte man vielleicht auch erwähnen, dass Orwell bis zum Schluss zwischen dem Werkstitel "der letzte Mann in Europa" und "Neunzehnhundertvierundachtzig" haderte, weil er wusste wie Menschen mit Zukunftsromane zusammen funktionieren und seine eigentliche Kritik in den Hintergrund gerät ... Orwell war nämlich alles andere aber KEIN Pessimist wenn es um die Zukunft der Menschen geht, er war Realist, ein genauer Beobachter seiner Zeit ...
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2 ferrara77 • 11:36 AM, 2020-09-20 [Eintrag]
"es ist durchaus möglich, daßdie wichtigsten Probleme der Menschheit überhaupt nie gelöst
werden. Aber dies ist auch undenkbar. Wer getraut sich schon, sich in
der Welt von heute umzusehen und zu sagen: "So wird es nicht
wesentlich besser werden?" So kommt man zum fast mystischen
Glauben, daß es für die Gegenwart kein Rezept gibt, daß alles
politische Handeln nutzlos ist, aber daß doch irgendwo irgendwann in
Zeit und Raum das Leben nicht mehr so elend und brutal sein wird wie
eben jetzt.
(George Orwell 1949, Veröffentlicht erst 1968, TheCollected Essays Vol III - "As I Please)
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3 mojozit • 7:05 PM, 2020-09-20 [Eintrag]
Ein großer Beitrag von Orwell für die Weltliteratur. in dem er aber nichts anderes darstellt, als den Menschen, der darauf im Sein und Denken angelegt wurde, was er sein kann und das ihn die Offenheit auf das zurückbringt, was ihn in der Gegenwart ermuntert, um auf eine erfüllte Spannung der Verhältnisse zuzuschreiten. Es ist nichts anderes als eine Spannung zwischen dem Wirklichen und dem Möglichen und darum Gesollten. In der Tat ging es im Gehirn Orwells mit Verbesserung der menschlichen Verhältnisse, wenn überhaupt, schleppend voran. In der hartnäckigen Widersprüchlichkeit Orwells auf das Privileg und Anrecht der Selbstbestimmung reicht sich eine Dystopie wie Utopie sammt existentiellem Protest der Menschen in einer Unerträglichkeit der vorgefundenen Verhältnisse einer besseren Gestalt des Menschseins die Hände und erstickt fast in der totalitären Orthopraxie der Ohnmacht und der Gefährdung vermochter und aufbrechender Impulse erliegender Zukunftsvisionen positiv negativer Lebensnotwendigkeiten.

Kurz: Orwell war ein Denker. Ein genialer.
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4 ferrara77 • 8:11 PM, 2020-09-20 [Eintrag]
Mojozit ... smile  ... Danke !

Orwell ist 46 Jahre alt geworden und man fand in seinem Notizbuch folgende EIntragung mit der Überschrift "Todesträume"

Manchmal vom Meer oder der Küste - öfter von enormen, grandiosen oder Straßen oder Schiffen, in denen ich mich oft verirre, aber immer mit einem eigentümlichen Glücksgefühl & ich wache im Sommerlicht auf. Fraglos stehen alle diese Gebäude  usw. für den Tod - sogar im Traum bin ich mir bewusst, & diese Träume werden immer dann häufiger, wenn mein Gesundheitszustand sich verschlechtert & ich Anfange, die Hoffnungen zu verlieren. Was ich nicht verstehe, da ich keine Angst vor dem Tod habe (Angst vor Schmerzen & vor dem Augenblick des Sterbens, aber nicht vor dem Ausgelöscht sein (Warum dieser Gedanke in verschiedener Gestalt in meinen Träumen immer wieder auftauchen muss). (Unveröffentlichtes Notizbuch 1949)

hier ein witziger Auszug aus Orwells "Bekentnisse eines Rezensenten (vom 3.5.1946) ....Orwell war auch Kritiker, vor allem Filmkritiker ... vielleicht veröffentliche ich mal einige Kritiken von Orwell

"halb unter Stößen von papier begraben liegt ein umfangreiches Paket, das fünf Bücher enthält. Die Redaktion hat sie ihm mit der Bemerkung zugestellt, er könnte sie vielleicht in einer Besprechung behandeln, da sie recht gut zusammenpassen. Die Bücher sind vor fünf Tagen eingetroffen, aber der Kritiker litt die letzten achtundvierzig Stunden an moralischer Paralyse und es war ihm völlig unmöglich, das Paket zu öffnen. Erst gestern hat er wild entschlossen die Schnur durchgeschnitten und festgestellt, daß es sich bei den Büchern um folgende Titel handelt: "Plästina am Scheideweg", Milchwirtschaft im Lichte der Wissenschaft" , "Kurze Geschichte über die europäische Demokratie" (680 Seiten), Stammesgebräuche in portugiesischen-Ostafrika" und einen Roman "im liegen liebt es sich leichter" - vermutlich aus Versehen dazwischen geraten. Seine Redaktion Besprechung, schätzungsweise 800 Worte, muß spätestens bis morgen Mittag bei der Redaktion abgeliefert sein.
Bei drei von den Büchern handelt es sich um Themen, von denen er so wenig Ahnung hat, daß er gezwungen sein wird, wenigstens fünfzig Seiten zu lesen, um keinen Blödsinn zu schreiben. Dadurch würde er sich nciht beim Autor (der natürlich die Praktiken der Kritiker kennt) sondern auch beim gewöhnlichen Leser blamieren.
Etwa um vier Uhr nachmittags hat er endlich die Bücher aus ihrer Umhüllung befreit, doch noch immer leidet er an nervöser Lähmung, die ihn hindert, sie aufzuschlagen.
Der Gedanke sie lesen zu müssen, ja nur das Papier zu riechen, stimmt ihn so düster wie der Gedanke an klaten Reispudding mit Lebertran. Trotz allem wird sein Manuskript auf geheimnisvolle Weise pünktlich im Verlag eintreffen. Etwa gegen neun Uhr abends hat er einen verhältnissmäßigen klrane Kopf, und bis zum frühen Morgen wird er in dem immer kälter werdenden Zimmer sitzen und der Zigarettenrauch sich zu einem undruchdringlichen Nebel verdichten.
Mit dem durch Erfahrung geschulten Blick des Kritikers wird er ein Buch nach dem anderem durchfliegen, um jedes schließlich mit dem Ausruf aus der Hand legen: "Mein Gott, ist das ein Mist!" " (Orwell)
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5 mojozit • 9:30 PM, 2020-09-20 [Eintrag]
... danke, dass du den Auszug aus den unreleased dead_dreams geteilt hast. Ist zwar nicht das richtige Forum, aber was soll's ...
Genial, les mittlerweile zum zwanzigsten Mal drüber und brenn mir die zweite Zigarette an.

Was' n Input. Hola, die Waldfee. Danke! wine
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6 palatiamercatus • 11:24 PM, 2020-09-20 [Eintrag]
Darfst dir auch gerne eine 3. Zigarette anzünden...
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7 ferrara77 • 10:00 PM, 2020-09-21 [Eintrag]
Werksnotizen aus Orwells Briefen zu seinem Roman 1984 ...um beim Thema zu bleiben wink

23.2.1947 - er legt sein Journalismus bei Seite, weil er mit einem Buch vorankommen wolte. Es wird ein Roman sein, mehr kann er noch nocht sagen. (an Leonard More)
31.5.1947 - Orwell ist gut vorangekommenund hat ungefähr ein drittel fertig im Rohentwurf - Orwell hat zu dem Zeitpunkt schon mit seiner Gesundheit zu kämpfen, sagte, dass er bis Oktober den Entwurf abgeschlossen haben will
9.08.1947 - er ringt mit dem Buch, weil er es 1948 fertig ahen will. Termine in seiner Planung und die Tatsache, dass er sehr lange für einen ROman braucht, muss in der zwischenzeit Geld verdienen mit anderen Artikeln - er versucht sein bestes.
2.1.1948 - Orwell fühlt sich besser und nicht mehr wie der Tod. Da er im Bett liegt kann er den Roman nicht weiter schreiben, hat den Rohentwurf teilweise fertig
4.2.1948 - Er hat den Rohenturf fertig geschrieben, und wenn er gesund gewesen wäre, dann auch eher fertig geworden wäre. - In diesem Brief an F.Warburg schrieb er auch, dass sein Manuskript vernichtet werden solle wenn ihm was passiert. - Diese Aussage tätigt er aber aus einem Krankheitszustand heraus, ist aber HEUTE Stoff für wilde Spekulationen, wie zum Beispiel das Orwell irgendwas wusste und so weiter.
6.5.1948 - Er hat begonnen den ROman zu überarbeiten, aber höchstens eine Stunde am Tag (Real gesehen ist das nichts)...und Orwel liegt zu dem Zeitpunkt im Krankenhaus
22.10.1948 - er ist nicht zufrieden mit dem Buch, aber auch nicht absolut unzufrieden. ...Der Gedanke kam ihm zuerst 1943. Die Idee ist gut, aber wäre das besser geworden wenn er nicht mit dieser Krankheit schreiben müsste. Den Tital hat er noch nicht festgelegt, schwankt zwischen Neunzehnhundertvierundachtzig oder der letzte Mann in Europa
21.12.1948 - Er ist froh, dass Warburg das Buch gefällt. Orwell wettet auf keine hohe Auflage, aber 10.000 Exemplare schon wink
26.12.1948 - stellt er in einem Brief klar, dass der Klapptext auf seinem Buch nicht die Sache trifft die Orwell ausdrücken wollte, --- der erste Beweis dafür, dass viele das Buch (von Anfang an) in die falsche Richtung interpretierten, womöglich aus ideologischen Gründen heraus
28.1.1949 - Die US Verlger sind begeistert über das Buch, gab es nur Korrekturfahnen die nichts mit dem Inhalt des ROmans zu tun haben. Orwell war es wichtig KEINE Druckfehler entstehen zu lassen (bei der Übersetzung)
4.2.1949 - Sein Buch ist eine Utopie in Form eines Romans und er hat es verpfuscht, teilweise wegen seiner Krankheit. Zu dem Zeitpunkt hatte Orwell noch keinen entgültigen Titel für sein Buch
17.3.1949 - das Buch sollte gekürzt werden (welch Ironie!), aber Orwell bestand auf UNCUT ! ...
31.3.1949 - Orwell solte sein Buch kürzen sonst wäre sein ROman  nicht im Club des US Buches des Monats aufgenommen. Orwell meinte, wenn er vier Wochen vorher verstorben wären, dann die amerikanische Ausgabe zensiert erschien, natürlich wegen der Verleger, weil die es verschandelt hätten
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