Hauptseite » Video » Science Fiction

Alphaville (1965) - Lemmy Caution gegen Alpha 60

Beschreibung des Materials:

Alphaville (1965) - Lemmy Caution gegen Alpha 60

Geheimagent Lemmy Caution soll in der utopischen Hauptstadt der Milchstraße seinen Vorgänger Henry Dickinson und Professor von Braun ausfindig machen. Von Braun hat den Computer Alpha 60 konstruiert, der die Menschen zu willenlosen Sklaven macht, die traditionelle Gefühle wie Trauer oder Liebe nicht kennen. Als Caution als Oppositioneller entlarvt wird, schlägt er zurück - mit Philosophie und Poesie...

Originaltitel: Alphaville, une étrange aventure de Lemmy Caution
Herstellungsland: Frankreich
Italien
Erscheinungsjahr: 1965
Regie: Jean-Luc Godard

Darsteller:
Eddie Constantine
Anna Karina
Akim Tamiroff
Valérie Boisgel
Jean-Louis Comolli
Michel Delahaye
Jean-André Fieschi
Christa Lang
Jean-Pierre Léaud
László Szabó
Howard Vernon

Alternativtitel:
Agente Lemmy Caution, missione Alphaville
Alphaville
Alphaville, a Strange Adventure of Lemmy Caution
Alphaville, a Strange Case of Lemmy Caution
Tarzan Vs. IBM

MEHR FILME MIT:
Kommentare insgesamt: 1
avatar
0 Spam
1 mojozit • 6:49 AM, 2020-02-14 [Eintrag]
Anfänge der Nouvelle Vague sind im italienischen Neorealismus zu finden. Godard beweist hier vor allem eins: Mut zum Scheitern. Lebenschaffend erdenken sich immer mehr Fragen als Antworten. In der räumlichen Diktion dieses Werks von Godard komprimiert sich die Sicht der Dinge auf die Deutung der Sprache. Und doch liegt die Deutungshoheit in der fourth dimension: Der Zeit. Godard bleibt im Text singular philosophisch erkennbar, verzichtet dabei auf den Symbolismus und den Klang der Worte. Truffaut nannte es 1954 une certaine tendance du cinema francais. Godard hat hier als Meister eines Filmschaffenden ganz viel richtig und ganz viel falsch gemacht. Der Film als Kurzflim kompakt eingepackt auf 35-48min wär eine Leuchtrakete, in einer abendfüllenden Länge geht dem Film in der vermeintlich kompakten Konformität die Luft aus.  Zieht in den letzten zwanzig Minuten wieder voll an und erzählt vermutlich das, was man über die letzten 69 Minuten aufgebaut hat. Das geht auch schneller, im short-cut der Szenen und der Worte.

Bleibt für Liebhaber von Godard aber durchaus hängen. Anna Karina in der Rolle der Natascha von Braun in ihrer Verletzlichkeit, Sensibilität und Zerbrechlichkeit eines mädchenhafen, weiblichen Wesens unwiderstehlich.

In Form und Ausdauer hat der Film aber die Schwingung des Mandelkersn des Zusehers zu wenig bedacht. Guter Godard ... wusste wie´s geht, keine Blaubpausen nötig.

Literatur, Musik und Film bewegt sich dann doch immer im Kreis.
Etwas Offtopic hat sich die Band Alphaville um Marian Gold und Bernhard Lloyd nach diesem Film benannt.

[mfc]
avatar